Die vom Hahnenfuß übersäten Wiesen gegenüber der Kompostieranlage.

Ringelnatter aus Lichtschacht gerettet

NABU Dietzenbach rettet eine weibliche Ringelnatter - Natrix natrix - von 120 cm Länge aus einem Lichtschacht und setzt sie sofort wieder aus.

 

Bitte an die Hausbesitzer: Untersuchen Sie Ihre Lichtschächte auf Spalten, verschließen Sie sie. Auch  Mäuse, Feuersalamander, Zauneidechsen, Kröten und Frösche fallen dann nicht mehr rein.

 

Ein geringer aber wirksamer Einsatz für die Natur. Danke!

Lerchenzähltage

Hier am Marterl, wie auch woanders in der Gemarkung, beobachten wir an sonnigen Tagen die männlichen Feld-lerchen bei ihrem melodi-schen Singflug. Blühende, breite und ungedüngte  Ackerrandstreifen dienen ihnen als Speisekammer. Wie in jedem Jahr kartieren wir die Brutnester um uns einen Überblick über die bedrohte Art zu verschaffen.

Feldgehölzinsel an der Ecke Messenhäuser Straße/Kreisquerverbin-dung

Feldgehölzinseln wie diese bieten inmitten kahler Äcker vielen Arten Lebensraum.

 

Dort hat ein Grünspecht sein Revier bezogen. Ein zweiter sitzt nicht weit entfernt in den Kleingärten neben der Messenhäuser Straße, kurz bevor die Kaupenwiese kommt.

Ruhendes Abendpfauenauge

Er ruht mit geschlossenen Vorderflügeln, dem sogenannten Pfauenauge, das er nur bei Störung zeigt. Ihre Raupe findet man an Weiden, Pappeln oder Apfelbäumen.

Kaupenwiesengraben im Frühling

Es blüht Vergissmeinnicht, Kleines Immergrün und Gundermann.

© NABU/C. Bosch-Klein
© NABU/C. Bosch-Klein

Waldkäuze in Dietzenbach

Auf nächtlichen Touren erkannten wir mit Kontaktrufen  17 besetzte Reviere auf Dietzenbacher Gemarkung.

 

Es ist also noch Platz da. Wir helfen den Waldkäuzen, indem wir für die neue Brutzeit zusätzliche Nistplätze aufhängen.

 

Wir suchen 20-Liter-Kanister oder größer für den Bau neuer

Waldkauznistkästen.

 

Erste Zauneidechsen von der einen Seite der Wald-straße auf die andere Seite umgesiedelt.

Das Gelände ist mit einem glatten Amphibienschutzzaun eingezäunt, der das Rück-wandern der Zauneidechsen verhindern soll. Nach Eingewöhnung und Abbau des Schutzzaunes wird das  Gelände der Fa. Eichler-Kammerer GmbH & Co. KG. nicht eingefriedet.

Saatkrähen sind wieder in ihrem Refugium in Dietzenbach

Man sieht kleinere Trupps auf Nahrungssuche in der näheren Umgebung.

Hotel eröffnet!

Ein Unterschlupf für die Amphibien bei unseren Himmelsteichen am

Kaupenwiesengraben.

 

Das Bild zeigt den Unterschlupf im Inneren, bevor er von einer Seite mit Erde bedeckt wurde: Einen steinigen Bereich und einen größeren Bereich mit Totholz.



Willkommen beim NABU Dietzenbach

Für Mensch und Natur

Der Star - Vogel des Jahres 2018
Der Star - Vogel des Jahres 2018 - Foto: NABU/Georg Dorff

Der NABU-Dietzenbach e. V. möchte Sie ermuntern sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur in Dietzenbach einzusetzen.

Ein lebenswertes Dietzenbach zu bewahren ist unser Ziel. Dafür brauchen wir Sie.

Lernen Sie die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen. Mit uns sind Sie am Puls der Natur.


Scrollen Sie und wenn Ihnen gefällt, was Sie sehen, dann treten Sie mit uns in Kontakt:


Unterstützen Sie unser Projekt:  Ein Trittstein für die Natur im Kaupenwiesengraben

Werden Sie Fan oder Unterstützer auf der Platform der Volksbank Dreieich

Blaugrüne Mosaikjungfer © NABU/Heidrun Heinze
Blaugrüne Mosaikjungfer © NABU/Heidrun Heinze

Wir stellen unser Projekt bei der Volksbank Dreieich vor. Bitte klicken Sie auf diesen gesicherten Link hier:

 

https://vobadreieich.viele-schaffen-mehr.de/ein-trittstein-fuer-die-natur

 

Werden Sie Fan oder unterstützen Sie uns mit einer Spende dort.

 

Wir danken für Ihr Interesse.


Wesser-Werbung für NABU Dietzenbach

Wir danken dem Team von Wesser und begrüßen recht herzlich

 

unsere 79 neuen Mitglieder.

 

Sobald wir Ihre Kontaktdaten erhalten haben, überreichen wir Ihnen unser persönliches Begrüßungsschreiben. Wir würden uns freuen, wenn diejenigen, die aktiv bei uns mitarbeiten wollen, bereits zu unserem nächsten Treffen am 19.7. kommen.


NABU Dietzenbach gründet eine neue Fledermaus-Kolonie

Am Kaupenwiesengraben hingen wir eine Kolonie- und Überwinterungshöhle sowie drei Sommerquartiere auf. Im Sommer sind die Quartiere warm, trocken und frei von Zugluft. Das Winterquartier ist gut isoliert und sollte an dem feuchten Standort nicht zu warm aber auch nicht zu kalt werden. Es eignet sich auch gut im Sommer als Wochenstube und zur Koloniebildung.

 

Einer Besiedlung waldbewohnender und am Wasser jagender Fledermäuse, wie Braunes Langohr, Rauhhautfledermaus, Bartfledermäuse, Abendsegler u. a., dürfte nichts mehr im Wege stehen. Auf freien Anflug haben wir geachtet und hoch genug hängen die Kästen. Bald geht es den Zuckmücken in den Kaupenwiesen an den Kragen.


NABU Dietzenbach fördert Waldrandlage

Wir pflanzen den Baum der Zukunft, die Elsbeere – Sorbus torminalis

Von Rolf Schulte, CC BY-SA 3.0
Von Rolf Schulte, CC BY-SA 3.0
Von Rosenzweig, CC BY-SA 3.0
Von Rosenzweig, CC BY-SA 3.0

Obige Photos entnommen aus commons.wikimedia.org.

Am rechten Weg zum Wollwiesenteich wollen wir Ihnen zeigen, wie ein Waldrand aussieht, der die Chance hat sich natürlich zu entwickeln.

 

Wir haben etwas ausgelichtet, damit Licht und Luft bis auf den Boden kommt. Das gefällte Holz bleibt auf dem Boden, zersetzt sich durch Pilze und Insekten, reichert den Boden an und schafft Strukturen für Tiere und Pflanzen. Die von den Sonnenstrahlen erreichten Plätze belohnen uns im Frühling mit prächtigen Waldblumen.

 

Warum pflanzen wir die Elsbeere?

 

Nun, sie ist erstmal sehr nützlich für viele Arten, wie die Schmetterlinge, dessen Raupen gerne an den ahornartig gelappten Blättern fressen. Die reichen doldigen Blüten wirken magisch auf Käfer und Hautflügler. Und erst die vielen überreifen Früchte, wenn das nicht die Vögel anzieht? In Österreich brennt man sogar Schnaps daraus.

 

Kulturell ist die Elsbeere eine einheimische Baumart. Ihre Wuchsform und ihr roter Herbstschmuck sind eine Augenweide, ihr Holz ist sehr begehrt, nur sieht man sie äußerst selten.

 

Wir pflanzen die Elsbeere, weil sie ökologisch ein Gewinn für die neue Umwelt ist. Wärmeresistent bietet sie gar eine Option für die Zukunft.

 


Die weißen Wuchshüllen schützen die empfindlichen Setzlinge vor Wildfraß und schaffen ein vorteilhaftes Mikroklima für einen schnellen Anwuchs. 


NABU Dietzenbach fördert Amphibien

An der Quelle des Kaupenwiesengrabens

 

Im Quellbereich des Kaupenwiesengrabens sahen wir in diesem Jahr nur noch 6 Larven des Feuersalamanders. Zu wenig für eine überlebensfähige Population an diesem einzigartigen Standort. Da Dietzenbach eine besondere Verantwortung für die Sicherung und Entwicklung dieses Vorkommens hat, haben wir uns überlegt, dem Weibchen des Feuersalamanders eine zusätzlich ausgehobenen Mulde anzubieten, um im nächsten Frühjahr auch dort seine Larven abzusetzen. Sie wachsen im Mutterleib heran und werden in sauberes Fließ- und Stillgewässer eines Laubmischwaldes, so wie hier in Hexenberg, gesetzt. Dort verbringen sie etwa 120 Tage bis zur Metamorphose, dem Übergang vom Wasser- zum Landleben. Wir freuen uns auf den Tag, wenn wir Larven mit dem hellen Fleck am Beinansatz in dieser Mulde finden.

 

Gesagt, getan, wie man sieht.

 

Eine Bitte der NABU: Teilen Sie uns Ihre Sichtungen von Feuersalamandern mit.


Im Kappenwald

und so sieht's im Frühjahr aus:

 

Wenn im Frühjahr Gras- und Springfrosch sowie Bergmolch im Feuchtgebiet des Kappenwaldes laichen, kann es passieren, das diese Laichplätze zu früh trocken fallen und der Laich verendet. Mit den Jahren verdrängte der Schlamm das Wasser. Daher entschlämmten wir die Senken und verschaffen den Larven genug Zeit sich dahin zurückzuziehen und ihre Metamorphose zu beenden. Am Rande wartet für die erfolgreich geschlüpften Amphibien ein aus Schlamm und Ästen gebautes Versteck, das sie auch zum Überwintern nutzen können.

 

Traurig ist, das immer noch Leute meinen, ihren Unrat heimlich im Wald zu entsorgen oder achtlos wegzuwerfen. Wir haben ihn zwar aufgesammelt, aber schön ist das nicht.


Am Kaupenwiesengraben

© Video von Ralph Ossenbühn

 

Die biotopuntypischen Bäume und Sträucher sind gefällt. Jetzt sind noch der Kronschnitt und die Haufen der armenischen Brombeere bei der städtischen Kompostanlage zu entsorgen.

 

 

 

Hier fließt der Kaupenwiesengraben vorbei. Im Randbereich wollen wir mit verschiedenen Kleinstrukturen Übergangsbiotope schaffen, die die Amphibien und Reptilien als Schutz nutzen. Dazu gehört u. a. der Bau von Holzbeigen.

 

 

Sie sehen zwei gefrorene Senken auch "Himmelsteiche" genannt, da nur Regenwasser sie speist. Die schattigen Weiden sind abgeholzt, die Stubben noch herauszuziehen. Nach einer weiteren Sanierung, entfernen des Schlicks und Laubfalls, kann sich im Flachwasserbereich eine neue Amphibienpopulation ansiedeln.

 

Nur den links von den Senken liegenden Teich hat im letzten Jahr Erdkröte und Grasfrosch für ihren Laich auserkoren. Unsere Aufgabe ist es, den Wasserzulauf freizuhalten und das Austrocknen zu verhindern.

 

In den vom Bewuchs freigelegten Senken hat der Grasfrosch massig gelaicht. Erster Erfolg unserer Anstrengungen. Die besonnte Lage muss die Froschdamen überzeugt haben.

 

 

Hier eine Woche alter Grasfroschlaich im links von den Senken liegenden Teich.

 

 

 

 

 

 

 

"Frühlingsputz" im Kaupenwiesengraben. Wir danken für die Hilfe beim Entsorgen des Schnittguts der Baumkronen.

 

Unser Ziel:

Wir sehen genug Potential für die Entwicklung einer übergreifenden Amphibienpopulation, geschützt von einer noch zu schaffenden landschaftstypischen Vegetation. Im vorderen, trockeneren Teil soll eine extensive, blumenreiche Wiese das Augenmerk vorbeiwandernder Dietzenbacher auf sich ziehen.

Tatkräftige Mithilfe wird nicht verweigert.



NABU Dietzenbach baut neue Waldkauz-Nistkästen

Die Etappen im Leben eines Waldkauzes

zwei Kästen haben wir gebaut
zwei Kästen haben wir gebaut
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Horst Petersen
© NABU/Horst Petersen

© Video von Heinrich Hottarek auf vimeo.de

Der Waldkauz - Strix aluca

Balzzeit:

Man sieht ihn kaum. Aber hört ihn um so mehr. Bis Februar ist Balz. Man hört vom Männchen:

- ein lang gezogenes "Huu-hu-huhuhuhuu"

und wenn das Weibchen antwortet:

- ein kurzes "ku-witt".

 

Wann sieht man ihn? In der Abenddämmerung oder am frühen Morgen, im Winter tagsüber auch beim Sonnenbaden.

 

Nach der Brut trennt sich das Paar. Sie lebt nicht weit von ihm. Jetzt müssen die Bande neu geschmiedet werden. Das Männchen lockt sie mit seinen schauerlichen Rufen und zeigt ihr geeignete Nistplätze.  Wir haben uns bemüht das

Angebot zu erweitern. Luxusvilla am Kaupenwiesengraben.

 

Sie entscheidet, wir hoffen. Aber Beute muss reichlich  vorhanden sein. Bei der Balz bietet er ihr mundgerecht Mäuse.  Sie überprüft Qualität, magere Mäuse???, und Menge. Stimmt alles, steht einem neuen Bund nichts mehr im Wege. Die Vermählung findet inkognito statt.

 

Die Eiablage beginnt im Februar bis März.

 

Alle zwei bis vier Nächte legt das Weibchen sein Ei auf den kargen Boden. Ist genug Nahrung da, können bis sieben weiße Eier im Gelege sein. Das Weibchen beginnt sofort mit dem brüten und lässt sich vom Männchen gut versorgen.

 

Was steht auf dem Speiseplan? Überwiegend Mäuse, Ratten, Maulwürfe und Jungkaninchen. Wird es knapp, wird alles gejagt was die Krallen tragen können, vom dicken Käfer bis zu 300 Gramm schwere Tiere. Er erlegt sie im lautlosen Gleitflug oder vom Ansitz aus. Das geschieht alles nachts.

 

Tagsüber sucht er eine Höhle auf oder versteckt sich gern in dichten Baumkronen oder im immergrünen Efeu.

Vielleicht auch in unserem Kasten. Oder er nutzt ihn als Speisekammer für die vielen Mäuse. Mit solchen Nistkästen kann die Zahl der Brutpaare in einem Gebiet stark erhöht werden. 

 

Im April ist Schlupfzeit

Nach der ein-monatigen Brutzeit schlüpfen die Jungen und verbleiben einen weiteren Monat als Nesthocker gut versorgt im Nest. Startgewicht sind nur 28 Gramm. Noch blind, können sie sich bereits nach zehn Tagen selbst aufsetzen und sechs Tage später stehen.

 

Im Mai ist Ausflugszeit

Es ist soweit. 1 Monat alt und schon vorwitzig. Die noch flugunfähigen Jungen springen aus dem Nest, fallen auf den Waldboden und klettern flugs die Baumrinde hoch um sich auf irgendeinen Ast zu setzen. Man nennt sie dann Ästlinge, wenn sie mit ihren Geschwistern nebeneinander hocken und auf die Fütterung warten. Eine gefährliche Zeit. Gebt acht vor dem Rotfuchs.

 

Im Juni bis Juli ist Flugzeit

Drei Wochen sind nach dem Sprung aus dem Nest  vergangen. Die Ästlinge sind jetzt flügge. Das Training beginnt. Im Umkreis von 50 m fliegen sie ihrer Mutter hinterher. Die Kreise werden immer größer. Die Eltern versorgen sie noch drei Monate bis ca. Ende August.

 

Im August naht der Abschied

Es ist soweit. Flugfähig und im Federkleid von den Eltern nicht zu unterscheiden, müssen sie für sich selbst sorgen. Mit Beginn der ersten Balzphase, ab Oktober bis November, werden sie von den Eltern aus deren Revier verjagt. Die Reviergröße beträgt ca. 8 ha oder mehr, je nach Nahrungsangebot.

 

Nur die Hälfte der Jungvögel überlebt das erste Jahr. Gebt also acht vor unseren Autos, Leitungen, Zäunen, dünnen Drähten, dem Habicht, dem Uhu oder dem Baummarder. Viel Glück!

 

Unser Ziel:

In Dietzenbach haben wir 17 besetzte Reviere gezählt. Es ist also noch Platz da. Wir helfen, indem wir zusätzliche Nistplätze aufhängen.




Wir bauen eine Hirschkäferwiege

Hier oben sieht man uns bei der Arbeit. Die Grube wird 60 cm tief und rund, mit einem Durchmesser von 2 m. Darin versenken wir Stämme von 1 m Länge, die wir aus einem morschem Eichenstamm sägen, den hat uns Hessen-Forst freundlicherweise überlassen. Der rotbraune Boden ist dicht und trocken. Wir kommen ganz schön ins schwitzen. An gutmeinenden Kommentaren der Fußgänger mangelt's nicht.

 

Die Zwischenräume verfüllen wir mit Eichenspäne und von Weißfäule zersetztem Mulm.  Fertig ist die Wiege. Es fehlen jetzt nur noch die Larven, die sich durch die Eichenstämme fressen und sie in Mulm verwandeln. Stimmt das Angebot? Verpilzte deutsche Eiche, sonnenbeschiene Lage, trocken der Boden, dann krabbeln nach fünf Jahren die fertigen Hirschkäfer aus ihren Löchern. Und Dietzenbach hat eine Attraktion mehr.

Für wen treiben wir diesen Aufwand?

Hirschkäferweibchen © NABU/Beatrice Jeschke
Hirschkäferweibchen © NABU/Beatrice Jeschke
Hirschkäfermännchen © NABU/Beatrice Jeschke
Hirschkäfermännchen © NABU/Beatrice Jeschke

Nun für Sie. Ein Weibchen des einheimischen Hirschkäfers - Lucanus cervus . Dessen Anblick so selten geworden ist. Mit 40 mm Länge gehört sie zu den größten europäischen Käfern. Von ihr erwarten wir 50 Eier, aus denen dann die Larven schlüpfen. Sie fressen sich durch die feuchten, verpilzten Eichenstümpfe bis sie ca. 12 cm groß werden. Dann formen sie sich einen Kokon im Mulm. Hoffentlich tief genug, da sie bei Dachs und Wildschwein auf der Speisekarte stehen. Ist die Metamorphose beendet, verbringen sie noch den Winter im Kokon. Ende Mai krabbeln sie in der Abenddämmerung aus ihren Löchern.

Dies ist das Männchen, mit ca. 75 mm viel imposanter. Mit seinem Geweih kämpft es um die Gunst des Weibchens. Man trifft sich auf sogenannten Rendezvous-Plätzen, das sind blutende Eichen, an denen sie mit ihren pinselartigen "Fühlern" lecken. Der Eichensaft ist sehr nahrhaft. In zwei bis acht Wochen muss die Paarung und die Eiablage beendet sein, viel länger leben sie nicht.

 

Der Hirschkäfer ist stark gefährdet, bereits auf der Rote Liste Deutschland. Wir wollen seinen Bestand in Dietzenbach sichern. Sein Habitat attraktiver machen, damit auch Sie ihn einmal sehen.


Hier bekamen wir maschinelle Unterstützung vom Reiterhof Wildwieseneck, Frau S. Reith, Danke.

Die Hirschkäferwiege ist fast fertig. Weiß jemand wo wir Holzhäcksel, -späne oder Sägemehl bekommen, bevorzugt Eiche, um die Ränder zu verfüllen?

An den Wegesrand kommt eine Info-Tafel über die Hirschkäferwiege. Im Moment sehen Sie nur den Unterbau, der die Tafel halten wird.

Geschafft: Am Zugang zum Wollwiesenteich haben wir am Wegesrand eine Info-Tafel über die von uns gebaute Hirschkäferwiege aufgestellt. Die Tafel informiert mit Photos und Text über den Lebenszyklus des Hirschkäfers. Jetzt müssen wir Geduld aufbringen.

Photos von © U.M.M.

So sollte es in mehreren Jahren aussehen: Hirschkäferwiege in Groß-Zimmern


NABU-Vogelstimmenquiz

Erweitern Sie Ihre Vogel-Kenntnisse

Von den Baumwipfeln ertönt ihr Gezwitscher. Mit bloßem Auge sind unsere Vögel oft schwer zu erkennen. Da hilft ein geschultes Ohr! Mit dem NABU-Vogelstimmenquiz lernen Sie 40 bekannte Vogelarten spielend kennen!


Glyphosat - Teufelszeug oder Rundum-Sorglos

Glyphosat was ist das?

Es ist ein Totalherbizid überwiegend eingesetzt von der Landwirtschaft beim Anbau von Raps, Mais und anderen Nutzpflanzen. Bekannt als Roundup von der US-Firma Monsanto und mittlerweile weltweit im Einsatz. Es ist derart wirksam, dass es im Gemisch mit anderen Pflanzenschutzmitteln alle Garten- und Baucenter erobert hat. Offensichtlich erleichtert es die Arbeit beim Unkrautvernichten.

 

Warum dagegen sein?

Die Risiken beim Menschen: nicht geklärt, widersprüchliche und nicht ausreichend belegte wissenschaftliche Untersuchungen.

 

Nach dem Vorsorgeprinzip handeln:

Sollte die Politik bei ihrer Entscheidung die Zulassung von Glyphosat zu verlängern nicht eher danach handeln und es verbieten?

 

Warum Pflanzen, Tiere und Insekten schützen?

In einem ist man sich überwiegend einig. Glyphosat ist ökologisch bedenklich. Es gefährdet die biologische Vielfalt: Artenarme Pflanzen, weniger Insekten, weniger Vögel und andere Säugetiere. Wollen Sie das wirklich?

 

Wenn die Politik zögert, handeln doch Sie!

 

Der NABU hat sich entschieden:

"Wetzlar – Zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai fordert der NABU Hessen, den Einsatz des gefährlichen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat im Siedlungsbereich sofort zu verbieten. „In unseren Gärten und Grünanlagen ist das Risiko von Fehlanwendungen besonders groß. Gifte wie Glyphosat haben in Dörfern und Städten nichts zu suchen“, erklärt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Gärten und Grünanlagen sind mittlerweile wichtige Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen geworden, die in den industrialisierten Agrarsteppen kein Zuhause mehr finden. Mit der Einrichtung von „wilden Ecken“ im Garten kann jeder Naturfreund zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. „Ein vielfältiger naturnaher Garten ohne Pestizide ist nicht nur für Vögel und Schmetterlinge ein Gewinn, sondern auch für uns Menschen“, so Eppler.

 

Von der hessischen Landesregierung fordert der NABU, ein sofortiges Verbot des Einsatzes von Glyphosat und anderen Pestiziden auf allen landeseigenen Flächen zu erlassen. „Das Land sollte beim Schutz der biologischen Vielfalt ein klares Signal setzen und den Einsatz von Glyphosat auf Staatsweingütern, Staatsdomänen und im Staatswald komplett verbieten“, so Eppler. Die biologische Vielfalt, so der NABU, ist dauerhaft nur mit einer naturnäheren Land- und Forstwirtschaft zu erhalten. „Pestizide töten unsere Vielfalt, weil sie Insekten und Vögeln die Lebensgrundlage entziehen. Es kann nicht das Ziel sein, dass Kiebitz und Uferschnepfe verschwinden, es kaum noch Grünlandbauern gibt und diejenigen, die im konventionellen Ackerbau tätig sind, von Agrarkonzernen abhängig sind, die Milliarden auf Kosten von Mensch und Natur verdienen“, erklärt Eppler. Die schädlichen Folgen des zunehmenden Einsatzes von Pestiziden seien erneut bei der NABU-Citizen-Science Aktion „Stunde der Gartenvögel“ zu beobachten. Auch in diesem Frühjahr wurden weniger Mauersegler und Mehlschwalben gemeldet – beides Arten, die auf Fluginsekten angewiesen sind.

 

Eine aktuelle Übersichtsliste der noch zugelassenen glyphosathaltigen Mittel für den Haus- und Kleingartenbereich hat der NABU unter www.NABU.de/glyphosat-im-garten veröffentlicht. Sie macht deutlich, welche Gefahren vom Totalherbizid ausgehen. Nicht nur Blüten- und Samenpflanzen werden mit dem Einsatz von Glyphosat zerstört, sondern auch Fische und Amphibien sind gefährdet, wenn es in Oberflächengewässer gelangt. Diese Auswirkungen werden in Kürzeln (NW261, NW264) auf den Packungen angegeben. In der Grafik stellt der NABU die einzelnen im Handel erhältlichen Mittel und ihre Auswirkungen dar. Auch das Bundesumweltministerium fordert, die Auswirkungen von Glyphosat auf die Biodiversität viel stärker zu beachten."

 

Es liegt jetzt in Ihrer Hand!

 

© 2016-05  L.S.

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Die im Handel erhältlichen Mittel.
160519-nabu-glyphochart.pdf
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