Erdkröte in Aktion. Die Gefahr besteht, dass noch weitere Männchen sich draufsetzen und das Weibchen unter Wasser drücken.


Frühlingsimpressionen

NABU Dietzenbach begrüßt den kalendarischen Frühling, heute, am 20. März. Der Tag und die Nacht sind gleich lang.

Größer oder mehr  Informationen? Bitte anklicken.


Vor-Frühlingsbote Zitronenfalter

Er überwintert ohne Schutz im Freien. Meist schon im Februar zu sehen. Somit der Erste Schmetterling der fliegt. Oben sehen Sie ein Weibchen. Die Männchen sind zitronengelb.

 

Beobachten Sie den Hoch-zeitstanz im März. Das Weibchen ist sehr wähle-risch.

Gehörnte Mauerbiene - Osmia cornuta

An ihrem fuchsroten Hinterleib erkennbar. Trägt am Kopf zwei Hörner. Wärmeliebend, daher oft in Städten zu sehen.

 

Eine der ersten Bienen. Schauen Sie mal genauer hin, wenn sie Ihnen einmal begegnet.

Kanadagänse © Szillat
Kanadagänse © Szillat

Vogelkataster aktualisiert

Sehen Sie sich hier die Tabelle  der in Dietzenbach beobachteten Vögel für 2019 an.

 

Der zahlenmäßige Unterschied gründet in der sehr intensiven Erfassung des Vorjahres. Diese wollen wir im nächsten Jahr wiederholen.

Hirschkäfer auf Terrasse

Unser größter Käfer in Dietzenbach, bis zu 75 mm.

 

Das kleinere Weibchen erschließt eine blutende Wunde an der Eiche und lockt dann mit ihrem Kot das Männchen an.

Stierkäfer - auf dem Waldweg

Selten begegnet man solch einem Grabungskünstler. Bis zu 1,5 m tiefe Stollen gräbt er.

 

Sie sehen ein Männchen mit seinen drei ausgeprägten nach vorne gerichteten Dornen.

Der Wald lächelt zurück

Es gibt echt sympathische Bäume in Dietzenbach.

© NABU/C. Bosch-Klein
© NABU/C. Bosch-Klein

Waldkäuze in Dietzenbach

Auf nächtlichen Touren erkannten wir mit Kontaktrufen  17 besetzte Reviere auf Dietzenbacher Gemarkung.

 

Es ist also noch Platz da. Wir helfen den Waldkäuzen, indem wir für die neue Brutzeit zusätzliche Nistplätze aufhängen.

 

Wir suchen 20-Liter-Kanister oder größer für den Bau neuer

Waldkauznistkästen.

Vandalismus auf der Streuobstwiese

Schlimmer als das Liegen-lassen des Partymülls ist das mutwillige Zerstören junger Apfelbäume auf der von uns betreuten Streuobstwiese hinter der Waldorfschule.

 

Liebe Spaziergänger haben Sie ein Auge drauf.

Goldgelber Zitterling

Der Tremella mesenterica lebt als Saprophyt auf abgestorbenem Laubholz. Ein Neuling auf unserem Waldgrundstück.

© U.M.M.
© U.M.M.

Infotafel aufgestellt

Die neue Infotafel am Woll-wiesenteich klärt über eine gute Waldrandlage auf und informiert über die von uns gepflanzte Elsbeere. Mehr Infos hier.

Ebereschen gepflanzt

Pflanzung von 5 Vogelbeeren - Sorbus aucuparia - für eine bessere Waldrandlage. Das ansässige Rotkehlchen hat uns dabei beobachtet. 



Willkommen beim NABU Dietzenbach

Für Mensch und Natur

Das Rotkehlchen - Vogel des Jahres 2021
Das Rotkehlchen - Vogel des Jahres 2021

Der NABU-Dietzenbach e. V. möchte Sie ermuntern sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur in Dietzenbach einzusetzen.

Ein lebenswertes Dietzenbach zu bewahren, dies ist unser Ziel. Dafür brauchen wir Sie.

Lernen Sie die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen. Mit uns sind Sie am Puls der Natur.


Scrollen Sie und wenn Ihnen gefällt, was Sie sehen, dann treten Sie mit uns in Kontakt:


Jahresbericht 2020

Wenn Sie wissen wollen wofür wir uns einsetzen.

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Der Eulerwald bleibt erhalten. Kein Sandabbau mehr.

Die Bürger Dietzenbachs überzeugten die Stadt Dietzenbach,  auf den Sandabbau im eigenen Eulerwald zu verzichten. Näheres lesen Sie hier.


Fahrradtour in den Eulerwald

 Über 40 Interessierte trafen sich am 16. Juni 2019 auf Einladung der Bürgerinitiative "Hände weg vom Sand im Wald", der Fahrradfreunde Dietzenbach und des NABU Dietzenbach zu einer Radtour durch den Eulerwald. Sie verschafften sich einen eigenen Eindruck über das Ausmaß und den Flächenverbrauch des geplanten Quarzsandabbaus.

 

Die von den Fahrradfreunden ausgearbeitete und geführte Tour umrundete das geplante Abbaugebiet und führte mit einem Abstecher zur Grube Martinsee in Heusenstamm, wo auf etwa einem Drittel der in Dietzenbach geplanten Fläche Sand (im Nassabbau) abgebaut wird.

 

An insgesamt fünf Stationen wurden Fragen der Radfahrer zum Sandabbaugebiet und dem auf dem Spiel stehenden lichten Laubmischwald mit seinem alten Baumbestand beantwortet.

 

Interessiert verfolgten die Teilnehmer den naturkundlichen Ausführungen der Biologin Frau Dr. Gräf, zu Flora und Fauna des Eulerwaldes. Danach befindet sich der Wald - trotz des heißen Sommers 2018 - in einem erstaunlich guten Zustand und beherbergt mindestens zwei Vogelarten, die auf der "Roten Liste" stehen.

 

Einer dieser Vögel - ein Pirol - begleitete die Tour denn auch mit kräftigen Flötentönen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein zeigten sich Wetter und Wald von ihrer besten Seite, so dass sich die Radler von dem hohen Erholungswert des Waldes überzeugen konnten. Zahlreiche Spaziergänger, Wanderer und andere Radfahrer, denen sie begegneten, belegen dies.

 

Fazit der Teilnehmer nach der dreistündigen Tour: Der Eulerwald darf nicht angetastet werden.

Eulerwald - heute

Eulerwald - übermorgen so?

© Designed by nikitabuida/Freepik

Erwägt Dietzenbach wirklich der neugegründeten Abbaufirma Q-Sand Dietzenbach GmbH den Eulerwald zu verpachten? Bis zu 76 ha gut gewachsener Sandkiefern-Buchenmischwald sollen gerodet werden, Mutterboden entfernt und der Flugsand bis 20 m tief abgebaut werden!

 

Ist den Versprechen der Firma und der dahinterstehenden Alois Omlor GmbH aus Homburg/Saarland zu trauen? Quarzsand ist äußerst begehrt und erzielt Höchstpreise auf dem Weltmarkt. 0,75 EUR pro Tonne Sand werden der Stadt im vorgelegten Pachtvertrag angeboten. Wiegen sie die Risiken, die die Stadt da eingeht, wirklich auf? Sind die jährlich anvisierten EUR 262.500 für den Sandabbau so unwiderstehlich für den Stadtkämmerer?

 

350.000 Tonnen Flugsand fahren dann über unsere Straßen. Bei einem 40 Tonner sind das 8.750 LKW's im Jahr. Also werktags ca. 40 leere Laster hin und 40 schwerbeladene Laster zurück. Hält das unsere mit 1,7 Millionen renovierte Kreuzung aus? Ach ja, nicht zu vergessen, die angekündigte Verfüllung. Dann verdoppelt sich die Verkehrs-, Staub- und Lärmbelastung.

 

Wir vom NABU haben natürlich noch andere Sorgen:

 

Der großflächige Abbau zerstört ein Vogelschutzgebiet:

 

Verlust der dort brütenden Vögel in einem ausgewiesenen EU-Vogelschutzgebiet. Bemerkenswerte Arten des Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie sind Ziegenmelker, Grauspecht, Schwarzspecht und Neuntöter, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen und spezielle Schutzgebiete ausgewählt wurden.

 

Der großflächige Abbau zerstört ein Landschaftsschutzgebiet:

 

Ungeklärte Folgen für das Landschaftsbild, seine Entwicklung und Renaturierung. Der Wald ist dann weg, der Quarzsand auch, und die Nachkommen haben nichts als eine ruinierte Landschaft in der man Motocross-Rennen fahren kann und mehr CO2 in der Luft. Ca. 25 Jahre direkte Belastung. Ach ja, die Lösung ist eine sukzessive Aufforstung. Dies muss schnell gehen und nicht den Ertrag belasten. Dafür bietet sich die Fichte an, schnellwachsend und billig in der Anpflanzung, doch wie bereits vielerorts zu sehen besonders anfällig für den Klimawandel. Ein derzeit artenreicher Wald, siehe obige Bilder, verwandelt sich in einen öden Stangenwald. Welcher Dietzenbacher will dann noch durch diesen Wald streifen? Erholungswald ade.

 

Der großflächige Abbau zerstört ein Wasserschutzgebiet:

 

Wer denkt da Schlimmes? Der Flugsand wird ja nur trocken abgebaut, die ersten 20 m oberhalb des Grundwassers. Die hervorragenden Filtereigenschaften des Sandes sind weg. Regen sickert dann durch unbekannte und ungeprüft eingebrachte Füllmassen. Glauben Sie, jeder 40-Tonner wird kontrolliert? Natürlich prüft die ZWO, der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach, die Abbauwünsche des Saarländers Alois Omlor. Die Dietzenbach versorgenden Brunnen dürfen nicht gefährdet werden. Natürlich nicht. Besser ist, wir bestehen als Bürger auf unseren natürlichen Sandkiefernwald als natürlichen Filter, auch als Ausgleich für die landwirtschaftlich genutzten und damit bereits belasteten Flächen. Unser Wasser ist noch gut und sollte so bleiben – ohne Risiken einzugehen.

 

NABU Dietzenbach will den pleistozänen Flugsand behalten und den Wald, unsere Vögel, Tiere und Pflanzen geschützt wissen. Wir wollen uns keine monetären Vorteile mit langfristig unsicherem Ausgang, mit zerstörter Landschaft für die Nachfolgegeneration erkaufen.

 

NABU Dietzenbach sagt NEIN zum Abbau.


Wir danken allen Unterstützern unseres Projektes:  Ein Trittstein für die Natur im Kaupenwiesengraben

Dank Ihnen, haben wir unser Spendenziel erreicht und unser Vorhaben umgesetzt:

Die Betonplatte ist entfernt, der Boden aufbereitet und eingesät. Jetzt muss es regnen und wachsen.

 

Auf den freien 36 qm in südexpo-nierter Gehölzlage haben wir im April eine Saatmischung bestehend aus 90 % Wildblumen ausgesät, die besonders den Ansprüchen von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen entspricht. 10 % Untergräser dienen als Futterpflanzen für die Raupen.

 

Wir halten Sie weiter informiert.

 

Das beauftragte Unternehmen hat mit dem Abbruch der Betonplatte begonnen. Ca. 10 cbm Beton und 4 Stahlträger sind fachgerecht zu entsorgen.

 

 

 

 

Das Entfernen der 23,6 m langen Betonmauer ist durch die starke Armierung und die enge Lage zu angrenzenden Bäumen besonders schwierig.

 

Einmal weg, können dann auch die Amphibien und andere Arten sich zwischen den beiden Tümpeln frei bewegen.

 

 

Ein Blick auf die gemähte Kaupenwiese, die, so hoffen wir, von der im nächsten Frühjahr ausgesäten Wildblumen- mischung als Initialzündung profitieren wird.

 

Die Blütenpracht soll viele Insekten anlocken, die wiederum den Tisch decken für Zauneidechse, Frösche, Fledermäuse und den Waldkauz. Später wird die extensive, blumenreiche Wiese das Augenmerk vorbeiwandernder Dietzenbacher auf sich ziehen.

 

Ein Neuzugang in unserer Amphibiensenke. Das Zottige Weidenröschen - Epilobium hirsutum - eine Nahrungspflanze für den Mittleren Weinschwärmer oder andere Nachtfalter.

 

Die unten abgebildete Blaugrüne Mosaikjungfer fliegt auch im Oktober noch.

Blaugrüne Mosaikjungfer © NABU/Heidrun Heinze
Blaugrüne Mosaikjungfer © NABU/Heidrun Heinze

 

Unser Projekt ist auf der Crowdfunding-Plattform der Volksbank Dreieich einzusehen. Bitte klicken Sie auf diesen gesicherten Link hier:

 

https://vobadreieich.viele-schaffen-mehr.de/ein-trittstein-fuer-die-natur

 

Die Natur und wir danken Ihnen für Ihre Hilfe.

Wir nutzen die Trockenzeit und Entschlammen den  zweiten Himmelsteich. Eine harte Arbeit, da wir naturverträglich nur mit einer Schubkarre arbeiten können und diese immer wieder aus der Senke mit einem Seil herausziehen.

 

Wir wurden belohnt durch den Besuch von:

Admiral, Waldschachbrett, Tagpfauenauge, Großer Kohlweißling, Zitronenfalter; Wasserskorpion, Erdkröten-Junge, ca. 200 Staren.

 

In der Nähe des ersten, entschlammten Himmelsteiches hat der Gewöhnliche Blutweiderich - Lythrum salicaria - seine Heimat gefunden. Er wächst gut auf unserem Auengley.

 

Als großzügiger Nektarspender zieht er Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge an. Vielleicht zieht er das Nachtpfauenauge an und wir hätten eine Rarität mehr.

 


NABU Dietzenbach fördert Amphibien

An der Ortsrandlage hinter dem Schwimmbad

Diese im Wald liegende Amphibien-Laichstelle trocknete die Jahre zuvor zu schnell aus. Um den Kaulquappen das Überleben zu sichern, füllte die Offenthaler Feuerwehr den Tümpel ab und zu auf.

 

Es musste dringend eine langfristige Lösung her. Wir nahmen Kontakt mit der UNB auf. Sie veranlasste das Forstamt Hessen, die Sohle zu räumen, den Tümpel breit zu vertiefen und einige am Rand stehende Bäume zu fällen. Damit war die Grundlage geschaffen: ein mehr an Wasser und Licht.

 

Wir vom NABU Dietzenbach übernahmen die Feinarbeiten: Wir vertieften die Sohle zusätzlich in der Mitte, legten zwei Amphibien-Unterkünfte am unteren Ende an, schichteten Großäste und Kronenteile längs am Rande des Tümpels auf um Hunden den Zugang zu erschweren. In den Tümpel legten wir ein Kronenteil, da die Springfrösche gerne ihren Laich an solche Strukturen heften. Wir sind zuversichtlich, das die Braunfrösche und Molche sich wohlfühlen und künftig ihre Metamorphose ungestört beenden werden.


NABU Dietzenbach baut neue Waldkauz-Nistkästen

Die Etappen im Leben eines Waldkauzes

zwei Kästen haben wir gebaut
zwei Kästen haben wir gebaut
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Horst Petersen
© NABU/Horst Petersen

© Video von Heinrich Hottarek auf vimeo.de

Der Waldkauz - Strix aluca

Balzzeit:

Man sieht ihn kaum. Aber hört ihn um so mehr. Bis Februar ist Balz. Man hört vom Männchen:

- ein lang gezogenes "Huu-hu-huhuhuhuu"

und wenn das Weibchen antwortet:

- ein kurzes "ku-witt".

 

Wann sieht man ihn? In der Abenddämmerung oder am frühen Morgen, im Winter tagsüber auch beim Sonnenbaden.

 

Nach der Brut trennt sich das Paar. Sie lebt nicht weit von ihm. Jetzt müssen die Bande neu geschmiedet werden. Das Männchen lockt sie mit seinen schauerlichen Rufen und zeigt ihr geeignete Nistplätze.  Wir haben uns bemüht das

Angebot zu erweitern. Luxusvilla am Kaupenwiesengraben.

 

Sie entscheidet, wir hoffen. Aber Beute muss reichlich  vorhanden sein. Bei der Balz bietet er ihr mundgerecht Mäuse.  Sie überprüft Qualität, magere Mäuse???, und Menge. Stimmt alles, steht einem neuen Bund nichts mehr im Wege. Die Vermählung findet inkognito statt.

 

Die Eiablage beginnt im Februar bis März.

 

Alle zwei bis vier Nächte legt das Weibchen sein Ei auf den kargen Boden. Ist genug Nahrung da, können bis sieben weiße Eier im Gelege sein. Das Weibchen beginnt sofort mit dem brüten und lässt sich vom Männchen gut versorgen.

 

Was steht auf dem Speiseplan? Überwiegend Mäuse, Ratten, Maulwürfe und Jungkaninchen. Wird es knapp, wird alles gejagt was die Krallen tragen können, vom dicken Käfer bis zu 300 Gramm schwere Tiere. Er erlegt sie im lautlosen Gleitflug oder vom Ansitz aus. Das geschieht alles nachts.

 

Tagsüber sucht er eine Höhle auf oder versteckt sich gern in dichten Baumkronen oder im immergrünen Efeu.

Vielleicht auch in unserem Kasten. Oder er nutzt ihn als Speisekammer für die vielen Mäuse. Mit solchen Nistkästen kann die Zahl der Brutpaare in einem Gebiet stark erhöht werden. 

 

Im April ist Schlupfzeit

Nach der ein-monatigen Brutzeit schlüpfen die Jungen und verbleiben einen weiteren Monat als Nesthocker gut versorgt im Nest. Startgewicht sind nur 28 Gramm. Noch blind, können sie sich bereits nach zehn Tagen selbst aufsetzen und sechs Tage später stehen.

 

Im Mai ist Ausflugszeit

Es ist soweit. 1 Monat alt und schon vorwitzig. Die noch flugunfähigen Jungen springen aus dem Nest, fallen auf den Waldboden und klettern flugs die Baumrinde hoch um sich auf irgendeinen Ast zu setzen. Man nennt sie dann Ästlinge, wenn sie mit ihren Geschwistern nebeneinander hocken und auf die Fütterung warten. Eine gefährliche Zeit. Gebt acht vor dem Rotfuchs.

 

Im Juni bis Juli ist Flugzeit

Drei Wochen sind nach dem Sprung aus dem Nest  vergangen. Die Ästlinge sind jetzt flügge. Das Training beginnt. Im Umkreis von 50 m fliegen sie ihrer Mutter hinterher. Die Kreise werden immer größer. Die Eltern versorgen sie noch drei Monate bis ca. Ende August.

 

Im August naht der Abschied

Es ist soweit. Flugfähig und im Federkleid von den Eltern nicht zu unterscheiden, müssen sie für sich selbst sorgen. Mit Beginn der ersten Balzphase, ab Oktober bis November, werden sie von den Eltern aus deren Revier verjagt. Die Reviergröße beträgt ca. 8 ha oder mehr, je nach Nahrungsangebot.

 

Nur die Hälfte der Jungvögel überlebt das erste Jahr. Gebt also acht vor unseren Autos, Leitungen, Zäunen, dünnen Drähten, dem Habicht, dem Uhu oder dem Baummarder. Viel Glück!

 

Unser Ziel:

In Dietzenbach haben wir 17 besetzte Reviere gezählt. Es ist also noch Platz da. Wir helfen, indem wir zusätzliche Nistplätze aufhängen.



NABU-Vogelstimmenquiz

Erweitern Sie Ihre Vogel-Kenntnisse

Von den Baumwipfeln ertönt ihr Gezwitscher. Mit bloßem Auge sind unsere Vögel oft schwer zu erkennen. Da hilft ein geschultes Ohr! Mit dem NABU-Vogelstimmenquiz lernen Sie 40 bekannte Vogelarten spielend kennen!


Was ist die GAP                                                             und warum geht uns das alle an?

GAP heißt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU.

 

Zitate aus Die Zeit, 12.05.2021 von Merlind Theile:

 

„Die Gemeinsame Agrarpolitik verschlingt so viel Geld wie kein anderer EU-Posten. Nun fällt die Entscheidung, wer die nächsten sieben Jahre davon profitiert. Aber kaum jemand kriegt das mit.“

 

„Für jeden Hektar erhält ein Landwirt eine Pauschale (derzeit mindestens 226 Euro jährlich), und zwar unabhängig davon, was er dort wie anbaut. Zwangsläufig profitieren jene Bauern, die ihr Land intensiv bewirtschaften, mit allerlei Pestiziden zum Beispiel, was kurzfristig „Schädlinge“ ausmerzt und so den Ertrag zu steigern vermag.“

 

„80 Prozent des Geldes gehen an nur 20 Prozent der Betriebe“

 

Die Natur ist ein öffentliches Gut. Wenn die GAP der Natur schadet, schadet sie der Allgemeinheit, und zwar mit Geldern der Allgemeinheit. Das ist mindestens paradox, finden Sie nicht?“

 

Zitate Ende

 

Wollen Sie mehr erfahren, wollen Sie mehr Transparenz, dann klicken Sie hier: https://blogs.nabu.de/naturschaetze-retten/category/nabu-gap-ticker/

 

 

Und hier der Standpunkt der NABU:

 

„Die Verhandlungen in Brüssel zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind noch gar nicht abgeschlossen, trotzdem will Ministerin Klöckner jetzt schon den „Nationalen Strategieplan“ verabschieden. Dabei ignoriert sie den Willen von Landesregierungen und den Input der Zivilgesellschaft.“

 

Wetzlar – …

 „Der NABU Hessen begrüßt die Forderungen der Umweltministerkonferenz der Länder nach einer verbindlichen ressortübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Umwelt- und Landwirtschaftsministerien. Die Agrarministerkonferenz müsse zudem die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft zur nationalen GAP-Umsetzung abwarten. „Wir müssen die Zeit bis zum Ende des Trilogs nutzen, um uns gemeinsam auf die groben Leitlinien zu verständigen, wie die Steuermilliarden für eine planvolle ökologische und sozialverträgliche Transformation der Landwirtschaft in Deutschland genutzt werden können“, so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Die grüne Position, die Ergebnisse des Trilogs abzuwarten bevor der Nationale Strategieplan in Deutschland finalisiert wird, sei richtig. Eppler appelliert daher an Ministerin Priska Hinz, auf der Agrarministerkonferenz nicht nachzugeben.

 

Der NABU stellt drei Kernforderungen an den Nationalen Strategieplan:

 

1) Eine schrittweise Umwandlung der kontraproduktiven Flächenprämien in die sogenannten Eco-Schemes (Öko-Regelungen) der Ersten Säule und in die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) der Zweiten Säule. Bis 2028 sollten die Flächenprämien gänzlich abgeschafft werden.

 

2) Eine ausreichende Finanzierung der EU-rechtlich zwingenden Naturschutzmaßnahmen in der Agrarlandschaft durch die GAP. Hierfür müssten mindestens eine Milliarden Euro jährlich in der Zweiten Säule einkommenswirksam für Landnutzer zur Verfügung stehen, die diese Aufgaben erfüllen.

 

3) Eine Qualitätssicherung für die sogenannten Eco-Schemes zur effektiven Förderung des Klimaschutzes und der Biodiversität. Hier werden bislang immer wieder Maßnahmen vorgeschlagen, die hohe Mitnahmeeffekte verursachen und einer Fortführung des bisherigen ineffektiven sogenannten Greenings gleichkommen würden (bspw. Anbau von Zwischenfrüchten, Precision Farming) oder sogar eine kontraproduktive Wirkung für Natur, Umwelt und Klima haben (bspw. Anbau von Biomasse zur Energieerzeugung).“