Der Kaupenwiesengraben im Vorfrühling



Geflecktes Knabenkraut - Orchis maculata

Eine geschützte Art. Gesichtet auf den Götzenhainer Wiesen.

 

Wer kennt sich aus und würde für uns im Hundsloch kartieren wollen.

Gespinstmotte am Pfaffenhütchen

Für jeden auffällig, wenn die Gespinstmotte bei der Arbeit ist. Sie vermehrt sich massig, frisst den Baum völlig kahl und hüllt ihn  mit einem grau weißlichen Schleier ein.  Völlig ungefährlich für Tier und Mensch. Der Baum erholt sich wieder. Die Gespinstmotte ist ein Spezialist. Für die Traubenkirsche, Birne, Weide etc. gibt es jeweils eine eigene Raupenart. Beeindruckend, nicht wahr?

© NABU/Ursula Doll
© NABU/Ursula Doll

Monitoring der Feldlerche beendet

Wir kartieren am:

- Wasserwerk

- Marterl

- Russenhütte und

- Birkes

 

Dank an die Feldlerchen-Kartierer. Die 1. Brut ergab 10 bestätigte Nester und die 2. Brut 16 Nester in diesem Jahr.

 

Der Bestand war zur 2. Brutzeit  auffallend größer.

Saatkrähen mit Ersatznest

Nach dem Fällen mehrerer Pappeln versuchen die Saat-krähen mit Ersatznestern in der Nähe der Kolonie zu bleiben oder weichen in das Stadtgebiet aus.

Mahd im Kaupenwiesen-graben beendet

Mit einem Balkenmäher mähten wir schonend den Amphibienbereich und die Wildblumenwiese.  Zwecks Ausmagerung fahren wir das Heu ab. Dank allen Helfern.

Wespenspinne auch Zebraspinne genannt

Sie baut dicht über dem Boden ein Radnetz und lauert kopfüber auf Beute.

 

Die Nabe ist mit einem dichten, weißen Gespinst überzogen.

Wildblumen-Einsaat

NABU Dietzenbach hat im April auf ca. 116 qm Wildblumen-samen für Schmetterlinge und Wildbienen im Kaupenwiesen-graben ausgesät.

© NABU/C. Bosch-Klein
© NABU/C. Bosch-Klein

Waldkäuze in Dietzenbach

Auf nächtlichen Touren erkannten wir mit Kontaktrufen  17 besetzte Reviere auf Dietzenbacher Gemarkung.

 

Es ist also noch Platz da. Wir helfen den Waldkäuzen, indem wir für die neue Brutzeit zusätzliche Nistplätze aufhängen.

 

Wir suchen 20-Liter-Kanister oder größer für den Bau neuer

Waldkauznistkästen.

Raupe des Weidenbohrers

Nach seiner Verpuppung zeigt sich ein auffallend großer Falter mit grauen Flügeln.

 

Die bis 10 cm lange Raupe riecht intensiv nach Holzessig und entwickelt sich im Holz der Pappeln und Weiden.

Waldpilze

Ein schönes Exemplar einer jungen Krause Glucke - Sparassis crispa -. Sie wird noch ockergelb und durch ihre holzzersetzende,  saprophy-tische Lebensweise räumt sie den Wald auf. Man findet sie am Fuße von Kiefern.

© U.M.M.
© U.M.M.

Infotafel aufgestellt

Die neue Infotafel am Woll-wiesenteich klärt über eine gute Waldrandlage auf und informiert über die von uns gepflanzte Elsbeere. Mehr Infos hier.

Ein Prachtexemplar von Hirschkäfer

Es ist Flugzeit bei den größten Käfern Europas. Gesichtet am Wingertsberg. Vielen Dank für das Photo.

totgefahrenes Hirschkäferweibchen
totgefahrenes Hirschkäferweibchen
Kanadagänse © Szillat
Kanadagänse © Szillat

Vogelkataster aktualisiert

Sehen Sie sich hier die Tabelle  der in Dietzenbach beobachte-ten Vögel für 2018 an.



Der Eulerwald bleibt erhalten. Kein Sandabbau mehr.

Die Bürger Dietzenbachs überzeugten die Stadt Dietzenbach,  auf den Sandabbau im eigenen Eulerwald zu verzichten. Näheres lesen Sie hier.


Fahrradtour in den Eulerwald

 Über 40 Interessierte trafen sich am 16. Juni 2019 auf Einladung der Bürgerinitiative "Hände weg vom Sand im Wald", der Fahrradfreunde Dietzenbach und des NABU Dietzenbach zu einer Radtour durch den Eulerwald. Sie verschafften sich einen eigenen Eindruck über das Ausmaß und den Flächenverbrauch des geplanten Quarzsandabbaus.

 

Die von den Fahrradfreunden ausgearbeitete und geführte Tour umrundete das geplante Abbaugebiet und führte mit einem Abstecher zur Grube Martinsee in Heusenstamm, wo auf etwa einem Drittel der in Dietzenbach geplanten Fläche Sand (im Nassabbau) abgebaut wird.

 

An insgesamt fünf Stationen wurden Fragen der Radfahrer zum Sandabbaugebiet und dem auf dem Spiel stehenden lichten Laubmischwald mit seinem alten Baumbestand beantwortet.

 

Interessiert verfolgten die Teilnehmer den naturkundlichen Ausführungen der Biologin Frau Dr. Gräf, zu Flora und Fauna des Eulerwaldes. Danach befindet sich der Wald - trotz des heißen Sommers 2018 - in einem erstaunlich guten Zustand und beherbergt mindestens zwei Vogelarten, die auf der "Roten Liste" stehen.

 

Einer dieser Vögel - ein Pirol - begleitete die Tour denn auch mit kräftigen Flötentönen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein zeigten sich Wetter und Wald von ihrer besten Seite, so dass sich die Radler von dem hohen Erholungswert des Waldes überzeugen konnten. Zahlreiche Spaziergänger, Wanderer und andere Radfahrer, denen sie begegneten, belegen dies.

 

Fazit der Teilnehmer nach der dreistündigen Tour: Der Eulerwald darf nicht angetastet werden.

Eulerwald - heute

Eulerwald - übermorgen so?

© Designed by nikitabuida/Freepik

Erwägt Dietzenbach wirklich der neugegründeten Abbaufirma Q-Sand Dietzenbach GmbH den Eulerwald zu verpachten? Bis zu 76 ha gut gewachsener Sandkiefern-Buchenmischwald sollen gerodet werden, Mutterboden entfernt und der Flugsand bis 20 m tief abgebaut werden!

 

Ist den Versprechen der Firma und der dahinterstehenden Alois Omlor GmbH aus Homburg/Saarland zu trauen? Quarzsand ist äußerst begehrt und erzielt Höchstpreise auf dem Weltmarkt. 0,75 EUR pro Tonne Sand werden der Stadt im vorgelegten Pachtvertrag angeboten. Wiegen sie die Risiken, die die Stadt da eingeht, wirklich auf? Sind die jährlich anvisierten EUR 262.500 für den Sandabbau so unwiderstehlich für den Stadtkämmerer?

 

350.000 Tonnen Flugsand fahren dann über unsere Straßen. Bei einem 40 Tonner sind das 8.750 LKW's im Jahr. Also werktags ca. 40 leere Laster hin und 40 schwerbeladene Laster zurück. Hält das unsere mit 1,7 Millionen renovierte Kreuzung aus? Ach ja, nicht zu vergessen, die angekündigte Verfüllung. Dann verdoppelt sich die Verkehrs-, Staub- und Lärmbelastung.

 

Wir vom NABU haben natürlich noch andere Sorgen:

 

Der großflächige Abbau zerstört ein Vogelschutzgebiet:

 

Verlust der dort brütenden Vögel in einem ausgewiesenen EU-Vogelschutzgebiet. Bemerkenswerte Arten des Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie sind Ziegenmelker, Grauspecht, Schwarzspecht und Neuntöter, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen und spezielle Schutzgebiete ausgewählt wurden.

 

Der großflächige Abbau zerstört ein Landschaftsschutzgebiet:

 

Ungeklärte Folgen für das Landschaftsbild, seine Entwicklung und Renaturierung. Der Wald ist dann weg, der Quarzsand auch, und die Nachkommen haben nichts als eine ruinierte Landschaft in der man Motocross-Rennen fahren kann und mehr CO2 in der Luft. Ca. 25 Jahre direkte Belastung. Ach ja, die Lösung ist eine sukzessive Aufforstung. Dies muss schnell gehen und nicht den Ertrag belasten. Dafür bietet sich die Fichte an, schnellwachsend und billig in der Anpflanzung, doch wie bereits vielerorts zu sehen besonders anfällig für den Klimawandel. Ein derzeit artenreicher Wald, siehe obige Bilder, verwandelt sich in einen öden Stangenwald. Welcher Dietzenbacher will dann noch durch diesen Wald streifen? Erholungswald ade.

 

Der großflächige Abbau zerstört ein Wasserschutzgebiet:

 

Wer denkt da Schlimmes? Der Flugsand wird ja nur trocken abgebaut, die ersten 20 m oberhalb des Grundwassers. Die hervorragenden Filtereigenschaften des Sandes sind weg. Regen sickert dann durch unbekannte und ungeprüft eingebrachte Füllmassen. Glauben Sie, jeder 40-Tonner wird kontrolliert? Natürlich prüft die ZWO, der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach, die Abbauwünsche des Saarländers Alois Omlor. Die Dietzenbach versorgenden Brunnen dürfen nicht gefährdet werden. Natürlich nicht. Besser ist, wir bestehen als Bürger auf unseren natürlichen Sandkiefernwald als natürlichen Filter, auch als Ausgleich für die landwirtschaftlich genutzten und damit bereits belasteten Flächen. Unser Wasser ist noch gut und sollte so bleiben – ohne Risiken einzugehen.

 

NABU Dietzenbach will den pleistozänen Flugsand behalten und den Wald, unsere Vögel, Tiere und Pflanzen geschützt wissen. Wir wollen uns keine monetären Vorteile mit langfristig unsicherem Ausgang, mit zerstörter Landschaft für die Nachfolgegeneration erkaufen.

 

NABU Dietzenbach sagt NEIN zum Abbau.


Unser Verein beweist Kontinuität

Wir haben einen neuen Vorstand:

 

Vorsitzender ist Herr Ludwig Schneefeld

Stellvertretende Vorsitzende ist Frau Christiane Gräf

Kassierer ist Herr Bernhard Palme

 

Wenn Sie unsere Arbeit interessiert, laden Sie einfach den Jahresbericht runter.

 

Download
Jahresbericht 2018
Jahresbericht 2018.pdf
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Wir danken allen Unterstützern unseres Projektes:  Ein Trittstein für die Natur im Kaupenwiesengraben

Dank Ihnen, haben wir unser Spendenziel erreicht und unser Vorhaben umgesetzt:

Die Betonplatte ist entfernt, der Boden aufbereitet und eingesät. Jetzt muss es regnen und wachsen.

 

Auf den freien 36 qm in südexpo-nierter Gehölzlage haben wir im April eine Saatmischung bestehend aus 90 % Wildblumen ausgesät, die besonders den Ansprüchen von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen entspricht. 10 % Untergräser dienen als Futterpflanzen für die Raupen.

 

Wir halten Sie weiter informiert.

 

Das beauftragte Unternehmen hat mit dem Abbruch der Betonplatte begonnen. Ca. 10 cbm Beton und 4 Stahlträger sind fachgerecht zu entsorgen.

 

 

 

 

Das Entfernen der 23,6 m langen Betonmauer ist durch die starke Armierung und die enge Lage zu angrenzenden Bäumen besonders schwierig.

 

Einmal weg, können dann auch die Amphibien und andere Arten sich zwischen den beiden Tümpeln frei bewegen.

 

 

Ein Blick auf die gemähte Kaupenwiese, die, so hoffen wir, von der im nächsten Frühjahr ausgesäten Wildblumen- mischung als Initialzündung profitieren wird.

 

Die Blütenpracht soll viele Insekten anlocken, die wiederum den Tisch decken für Zauneidechse, Frösche, Fledermäuse und den Waldkauz. Später wird die extensive, blumenreiche Wiese das Augenmerk vorbeiwandernder Dietzenbacher auf sich ziehen.

 

Ein Neuzugang in unserer Amphibiensenke. Das Zottige Weidenröschen - Epilobium hirsutum - eine Nahrungspflanze für den Mittleren Weinschwärmer oder andere Nachtfalter.

 

Die unten abgebildete Blaugrüne Mosaikjungfer fliegt auch im Oktober noch.

Blaugrüne Mosaikjungfer © NABU/Heidrun Heinze
Blaugrüne Mosaikjungfer © NABU/Heidrun Heinze

 

Unser Projekt ist auf der Crowdfunding-Plattform der Volksbank Dreieich einzusehen. Bitte klicken Sie auf diesen gesicherten Link hier:

 

https://vobadreieich.viele-schaffen-mehr.de/ein-trittstein-fuer-die-natur

 

Die Natur und wir danken Ihnen für Ihre Hilfe.

Wir nutzen die Trockenzeit und Entschlammen den  zweiten Himmelsteich. Eine harte Arbeit, da wir naturverträglich nur mit einer Schubkarre arbeiten können und diese immer wieder aus der Senke mit einem Seil herausziehen.

 

Wir wurden belohnt durch den Besuch von:

Admiral, Waldschachbrett, Tagpfauenauge, Großer Kohlweißling, Zitronenfalter; Wasserskorpion, Erdkröten-Junge, ca. 200 Staren.

 

In der Nähe des ersten, entschlammten Himmelsteiches hat der Gewöhnliche Blutweiderich - Lythrum salicaria - seine Heimat gefunden. Er wächst gut auf unserem Auengley.

 

Als großzügiger Nektarspender zieht er Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge an. Vielleicht zieht er das Nachtpfauenauge an und wir hätten eine Rarität mehr.

 


Willkommen beim NABU Dietzenbach

Für Mensch und Natur

Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019
Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019 - Foto: NABU/Manfred Delpho

Der NABU-Dietzenbach e. V. möchte Sie ermuntern sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur in Dietzenbach einzusetzen.

Ein lebenswertes Dietzenbach zu bewahren, dies ist unser Ziel. Dafür brauchen wir Sie.

Lernen Sie die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen. Mit uns sind Sie am Puls der Natur.


Scrollen Sie und wenn Ihnen gefällt, was Sie sehen, dann treten Sie mit uns in Kontakt:


NABU Dietzenbach fördert Amphibien

An der Ortsrandlage hinter dem Schwimmbad

Diese im Wald liegende Amphibien-Laichstelle trocknete die Jahre zuvor zu schnell aus. Um den Kaulquappen das Überleben zu sichern, füllte die Offenthaler Feuerwehr den Tümpel ab und zu auf.

 

Es musste dringend eine langfristige Lösung her. Wir nahmen Kontakt mit der UNB auf. Sie veranlasste das Forstamt Hessen, die Sohle zu räumen, den Tümpel breit zu vertiefen und einige am Rand stehende Bäume zu fällen. Damit war die Grundlage geschaffen: ein mehr an Wasser und Licht.

 

Wir vom NABU Dietzenbach übernahmen die Feinarbeiten: Wir vertieften die Sohle zusätzlich in der Mitte, legten zwei Amphibien-Unterkünfte am unteren Ende an, schichteten Großäste und Kronenteile längs am Rande des Tümpels auf um Hunden den Zugang zu erschweren. In den Tümpel legten wir ein Kronenteil, da die Springfrösche gerne ihren Laich an solche Strukturen heften. Wir sind zuversichtlich, das die Braunfrösche und Molche sich wohlfühlen und künftig ihre Metamorphose ungestört beenden werden.


NABU Dietzenbach baut neue Waldkauz-Nistkästen

Die Etappen im Leben eines Waldkauzes

zwei Kästen haben wir gebaut
zwei Kästen haben wir gebaut
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Horst Petersen
© NABU/Horst Petersen

© Video von Heinrich Hottarek auf vimeo.de

Der Waldkauz - Strix aluca

Balzzeit:

Man sieht ihn kaum. Aber hört ihn um so mehr. Bis Februar ist Balz. Man hört vom Männchen:

- ein lang gezogenes "Huu-hu-huhuhuhuu"

und wenn das Weibchen antwortet:

- ein kurzes "ku-witt".

 

Wann sieht man ihn? In der Abenddämmerung oder am frühen Morgen, im Winter tagsüber auch beim Sonnenbaden.

 

Nach der Brut trennt sich das Paar. Sie lebt nicht weit von ihm. Jetzt müssen die Bande neu geschmiedet werden. Das Männchen lockt sie mit seinen schauerlichen Rufen und zeigt ihr geeignete Nistplätze.  Wir haben uns bemüht das

Angebot zu erweitern. Luxusvilla am Kaupenwiesengraben.

 

Sie entscheidet, wir hoffen. Aber Beute muss reichlich  vorhanden sein. Bei der Balz bietet er ihr mundgerecht Mäuse.  Sie überprüft Qualität, magere Mäuse???, und Menge. Stimmt alles, steht einem neuen Bund nichts mehr im Wege. Die Vermählung findet inkognito statt.

 

Die Eiablage beginnt im Februar bis März.

 

Alle zwei bis vier Nächte legt das Weibchen sein Ei auf den kargen Boden. Ist genug Nahrung da, können bis sieben weiße Eier im Gelege sein. Das Weibchen beginnt sofort mit dem brüten und lässt sich vom Männchen gut versorgen.

 

Was steht auf dem Speiseplan? Überwiegend Mäuse, Ratten, Maulwürfe und Jungkaninchen. Wird es knapp, wird alles gejagt was die Krallen tragen können, vom dicken Käfer bis zu 300 Gramm schwere Tiere. Er erlegt sie im lautlosen Gleitflug oder vom Ansitz aus. Das geschieht alles nachts.

 

Tagsüber sucht er eine Höhle auf oder versteckt sich gern in dichten Baumkronen oder im immergrünen Efeu.

Vielleicht auch in unserem Kasten. Oder er nutzt ihn als Speisekammer für die vielen Mäuse. Mit solchen Nistkästen kann die Zahl der Brutpaare in einem Gebiet stark erhöht werden. 

 

Im April ist Schlupfzeit

Nach der ein-monatigen Brutzeit schlüpfen die Jungen und verbleiben einen weiteren Monat als Nesthocker gut versorgt im Nest. Startgewicht sind nur 28 Gramm. Noch blind, können sie sich bereits nach zehn Tagen selbst aufsetzen und sechs Tage später stehen.

 

Im Mai ist Ausflugszeit

Es ist soweit. 1 Monat alt und schon vorwitzig. Die noch flugunfähigen Jungen springen aus dem Nest, fallen auf den Waldboden und klettern flugs die Baumrinde hoch um sich auf irgendeinen Ast zu setzen. Man nennt sie dann Ästlinge, wenn sie mit ihren Geschwistern nebeneinander hocken und auf die Fütterung warten. Eine gefährliche Zeit. Gebt acht vor dem Rotfuchs.

 

Im Juni bis Juli ist Flugzeit

Drei Wochen sind nach dem Sprung aus dem Nest  vergangen. Die Ästlinge sind jetzt flügge. Das Training beginnt. Im Umkreis von 50 m fliegen sie ihrer Mutter hinterher. Die Kreise werden immer größer. Die Eltern versorgen sie noch drei Monate bis ca. Ende August.

 

Im August naht der Abschied

Es ist soweit. Flugfähig und im Federkleid von den Eltern nicht zu unterscheiden, müssen sie für sich selbst sorgen. Mit Beginn der ersten Balzphase, ab Oktober bis November, werden sie von den Eltern aus deren Revier verjagt. Die Reviergröße beträgt ca. 8 ha oder mehr, je nach Nahrungsangebot.

 

Nur die Hälfte der Jungvögel überlebt das erste Jahr. Gebt also acht vor unseren Autos, Leitungen, Zäunen, dünnen Drähten, dem Habicht, dem Uhu oder dem Baummarder. Viel Glück!

 

Unser Ziel:

In Dietzenbach haben wir 17 besetzte Reviere gezählt. Es ist also noch Platz da. Wir helfen, indem wir zusätzliche Nistplätze aufhängen.



NABU-Vogelstimmenquiz

Erweitern Sie Ihre Vogel-Kenntnisse

Von den Baumwipfeln ertönt ihr Gezwitscher. Mit bloßem Auge sind unsere Vögel oft schwer zu erkennen. Da hilft ein geschultes Ohr! Mit dem NABU-Vogelstimmenquiz lernen Sie 40 bekannte Vogelarten spielend kennen!


Meine 114 Euro für ...

eine naturverträgliche Landwirtschaft

NABU-Kampagne "Neue Agrarpolitik jetzt!" - machen Sie mit!

 

Jedes Jahr fließen 114 Euro pro EU-Bürgerin und EU-Bürger in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union. Eine ganze Menge Geld! Es macht im Durchschnitt in Deutschland etwa 35 Prozent des Einkommens der landwirtschaftlichen Betriebe aus. Diese Subventionen bestimmen damit ganz wesentlich, wie unsere Lebensmittel produziert werden.

Doch leider bleibt am Ende für Natur und Umwelt wenig übrig. Landwirtschaft lohnt sich meist nur für den, der das Maximum aus seinen Feldern oder Tieren herausholt, mit viel Dünger und Pestiziden.

 

Wir wollen, dass Ihre jährlichen 114 Euro sinnvoll für Natur und Landwirtschaft ausgegeben werden. Mit unserer NABU-Agrarkampagne wollen wir bis zur Europawahl im Mai 2019 die längst fällige Agrarwende einläuten.

 

Machen Sie mit! Werden Sie in Ihrer NABU-Gruppe aktiv oder engagieren Sie sich auf eigene Faust! Für eine naturverträgliche Landwirtschaft!

 

Senden Sie Ihrem EU-Abgeordneten eine Nachricht in dem Sie hier klicken.