Hallo,

 

wir sind das Team Waldkauz.

 

Unser Ziel ist es, den Waldkäuzen in Dietzenbach's Wäldern mit dem Bau und dem Aufhängen von 17 Nistkästen unter die Flügel zu greifen. Ihnen, liebe Dietzenbacher, wollen wir diese scheuen Käuze näherbringen.


Aktuelles vom Team Waldkauz

Wo bringen wir die neuen Nistkästen an?

Bilder ©2020 Google, AeroWest
Bilder ©2020 Google, AeroWest

Die ersten drei Nistkästen hängen


NABU Dietzenbach baut neue Waldkauz-Nistkästen

Die Etappen im Leben eines Waldkauzes

zwei Kästen haben wir gebaut
zwei Kästen haben wir gebaut
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Ludwichowski
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Felix Büscher
© NABU/Horst Petersen
© NABU/Horst Petersen

© Video von Heinrich Hottarek auf vimeo.de

Der Waldkauz - Strix aluca

Balzzeit:

Man sieht ihn kaum. Aber hört ihn um so mehr. Bis Februar ist Balz. Man hört vom Männchen:

- ein lang gezogenes "Huu-hu-huhuhuhuu"

und wenn das Weibchen antwortet:

- ein kurzes "ku-witt".

 

Wann sieht man ihn? In der Abenddämmerung oder am frühen Morgen, im Winter tagsüber auch beim Sonnenbaden.

 

Nach der Brut trennt sich das Paar. Sie lebt nicht weit von ihm. Jetzt müssen die Bande neu geschmiedet werden. Das Männchen lockt sie mit seinen schauerlichen Rufen und zeigt ihr geeignete Nistplätze.  Wir haben uns bemüht das

Angebot zu erweitern. Luxusvilla am Kaupenwiesengraben.

 

Sie entscheidet, wir hoffen. Aber Beute muss reichlich  vorhanden sein. Bei der Balz bietet er ihr mundgerecht Mäuse.  Sie überprüft Qualität, magere Mäuse???, und Menge. Stimmt alles, steht einem neuen Bund nichts mehr im Wege. Die Vermählung findet inkognito statt.

 

Die Eiablage beginnt im Februar bis März.

 

Alle zwei bis vier Nächte legt das Weibchen sein Ei auf den kargen Boden. Ist genug Nahrung da, können bis sieben weiße Eier im Gelege sein. Das Weibchen beginnt sofort mit dem brüten und lässt sich vom Männchen gut versorgen.

 

Was steht auf dem Speiseplan? Überwiegend Mäuse, Ratten, Maulwürfe und Jungkaninchen. Wird es knapp, wird alles gejagt was die Krallen tragen können, vom dicken Käfer bis zu 300 Gramm schwere Tiere. Er erlegt sie im lautlosen Gleitflug oder vom Ansitz aus. Das geschieht alles nachts.

 

Tagsüber sucht er eine Höhle auf oder versteckt sich gern in dichten Baumkronen oder im immergrünen Efeu.

Vielleicht auch in unserem Kasten. Oder er nutzt ihn als Speisekammer für die vielen Mäuse. Mit solchen Nistkästen kann die Zahl der Brutpaare in einem Gebiet stark erhöht werden. 

 

Im April ist Schlupfzeit

Nach der ein-monatigen Brutzeit schlüpfen die Jungen und verbleiben einen weiteren Monat als Nesthocker gut versorgt im Nest. Startgewicht sind nur 28 Gramm. Noch blind, können sie sich bereits nach zehn Tagen selbst aufsetzen und sechs Tage später stehen.

 

Im Mai ist Ausflugszeit

Es ist soweit. 1 Monat alt und schon vorwitzig. Die noch flugunfähigen Jungen springen aus dem Nest, fallen auf den Waldboden und klettern flugs die Baumrinde hoch um sich auf irgendeinen Ast zu setzen. Man nennt sie dann Ästlinge, wenn sie mit ihren Geschwistern nebeneinander hocken und auf die Fütterung warten. Eine gefährliche Zeit. Gebt acht vor dem Rotfuchs.

 

Im Juni bis Juli ist Flugzeit

Drei Wochen sind nach dem Sprung aus dem Nest  vergangen. Die Ästlinge sind jetzt flügge. Das Training beginnt. Im Umkreis von 50 m fliegen sie ihrer Mutter hinterher. Die Kreise werden immer größer. Die Eltern versorgen sie noch drei Monate bis ca. Ende August.

 

Im August naht der Abschied

Es ist soweit. Flugfähig und im Federkleid von den Eltern nicht zu unterscheiden, müssen sie für sich selbst sorgen. Mit Beginn der ersten Balzphase, ab Oktober bis November, werden sie von den Eltern aus deren Revier verjagt. Die Reviergröße beträgt ca. 8 ha oder mehr, je nach Nahrungsangebot.

 

Nur die Hälfte der Jungvögel überlebt das erste Jahr. Gebt also acht vor unseren Autos, Leitungen, Zäunen, dünnen Drähten, dem Habicht, dem Uhu oder dem Baummarder. Viel Glück!

 

Unser Ziel:

In Dietzenbach haben wir 17 besetzte Reviere gezählt. Es ist also noch Platz da. Wir helfen, indem wir zusätzliche Nistplätze aufhängen.